Liebe Mitglieder, sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
das Himmelreich ist wirklich nah. Es liegt mehr oder weniger „um die Ecke“, in Bayern als Ortsteil der Stadt Bad Kötzting … und in und an weiteren achtzehn Orten mit diesen Namen quer durch die Republik. „Himmelreich“ steht in der Sprache der Bibel für das Reich Gottes. Jesus meint es auch ganz ernst, wenn er seinen Freunden und uns mit auf den Weg gibt: „Geht und verkündet, das Himmelreich ist nahe.“ (Matthäus 10, 7) Er sagt, das Himmelreich – Gottes Reich – ist wirklich „um die Ecke“, nämlich genau dort, wo Gott spür- und erlebbar wirkt und sich als der Herr erweist. Dort, wo Menschen alte Wege verlassen und neu beginnen, wo Menschen sich verschenken und die Liebe in Wort und Tat weitergeben oder dort, wo sie sich in ausgleichender Gerechtigkeit, wohlwollender Güte und beständiger Treue begegnen, fängt Gottes Reich an zu wachsen (vgl. auch Gleichnis vom Senfkorn Matthäus 13, 31).
Die Botschaft vom Himmelreich steht dabei in einer Spannung zwischen „schon“ und „noch nicht“. Es wird für alle, die Jesu Worte ernst nehmen, schon in unserer Welt sichtbar. Daran wirkt Diakonie an unterschiedlichsten Stellen. Und so finden Sie in unserem Rundbrief verschiedene Berichte über das „Himmelreich um die Ecke“, z. B. im kirchlich-diakonischen Kindergarten in Groitzsch, bei dem Projekt „Grimma is(s)t zusammen“ oder den Arbeitsmöglichkeiten für Menschen, die aus Ukraine geflohen sind. Auch die geistliche Arbeit des Werkes, nun unterstützt durch eine missionarische Pfarrstelle von Pfarrer Thomas Piehler, möchte Menschen mit der Liebe Gottes bekannt machen und sie in Gottes Gegenwart einladen. Trotz allem Bemühen ist die endgültige Vollendung aber noch nicht da, denn das Reich Gottes ist gegenwärtig und zukünftig zugleich. Es muss im Hier und Jetzt gebaut werden, um einst in der Herrlichkeit zur Vollendung zu kommen.
„Zwei Mönche lasen in einem alten Buch, es gäbe einen Ort, an dem der Himmel und die Erde sich berühren. Eine Tür sei dort, man brauche nur anzuklopfen und befinde sich bei Gott. So durchwanderten sie die Welt, bestanden Gefahren, erlitten Entbehrungen und Versuchungen. Schließlich fanden sie, was sie suchten. Sie klopften an die Tür und sahen, wie sich öffnete. Und als sie eintraten, standen sie zu Hause in ihrer Klosterzelle. Da begriffen sie: Der Ort, an dem Himmel und Erde sich berühren, befindet sich an der Stelle, die uns Gott zugewiesen hat.“ (W. Hoffsümmer)
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Tobias, Jahn, Geistlicher Leiter


