Segensreiches Zusammenrücken in der Not: Naunhofer Diakonie-Kita verabschiedet Gastkinder
21.07.26

Am Ende hat es sich so angefühlt, also ob sie schon immer da waren: 37 kleine „Seesterne“ und ihre Erzieherinnen aus der gleichnamigen Naunhofer Kita sind seit Anfang Februar zu Gast in der Diakonie-Einrichtung „Regenbogen“ gewesen. Jetzt wurden sie feierlich verabschiedet: mit einem kleinen Fest und vielen Liedern, Eis und liebevoll gestalteten Geschenken, einem selbst geschriebenen Gedicht, herzlichen Umarmungen und auch ein bisschen Wehmut.
Der Umzug der „Seesterne“ war nötig geworden, nachdem ein Wasserschaden deren Domizil in der Melanchthonstraße lahmgelegt hatte. Hilfe kam u. a. von der Kita „Regenbogen“, deren Erzieherinnen kurzerhand die gerade neu eingerichtete Bücherei sowie ein weiteres Zimmer freiräumten und ein wenig zusammenrückten. „Wir wurden sehr freundlich empfangen und haben uns von Anfang an wohlgefühlt“, sagte „Seestern“-Leiterin Alice Beyer. Das christliche Profil des Gastkindergartens war für sie und ihr Team ungewohnt, aber sehr bereichernd. Zum Beispiel nehmen sie die Idee des singenden Morgenkreises als „schöne Eröffnung“ mit nach Hause, dazu viele Lieder und Spielideen. Eine Kinderbibel sei auch schon besorgt.
Umgekehrt haben auch die Gastgeberinnen dank der guten Zusammenarbeit wertvolle Anregungen bekommen, etwa in Punkto Techniknutzung für den Elternkontakt. „Hilfreich war auch der Austausch über den Umgang mit schwierigen Situationen, Entwicklungsgespräche oder das Thema Vorschule“, erläutert Michaela Engelmann, die stellvertretende Leiterin des „Regenbogens“.
So haben beide Seiten von der Gemeinschaft auf Zeit profitiert. Wenn Menschen und Kitas zusammenrücken, kann eben auch aus Notlagen am Ende etwas Gutes und viel Segen erwachsen. Und vielleicht bleibt ja etwas von dem aufblühenden Kontakt erhalten. Beim großen Wiedereinzugsfest der „Seesterne“ ist der „Regenbogen“ natürlich mit dabei.


