Gelungene Auszeit mit Gemeinschaft, Wertschätzung und viel Input: Diakonie lud angehende Pflegekräfte zum Azubi-Tag

20.01.26

Ein hohes Lernpensum, anspruchsvolle Praxiseinsätze und Prüfungsdruck – eine Ausbildung kann ganz schön fordern. Die Diakonie Leipziger Land stellt deshalb für ihre Pflegekräfte in spe seit vielen Jahren einen Azubi-Tag auf die Beine. „Hier haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Ausbildung mal von einer ganz anderen Seite zu erleben, eine Auszeit zu genießen und sich untereinander kennenzulernen“, erläutern Christine Schindler und Julia Köppe. „Das kennen wir von keinem anderen Träger.“ Die beiden sind Praxisanleiterinnen im Diakonie-Verbund und damit für die 20 Auszubildenden erste Anlaufstelle, offenes Ohr und manchmal auch Kummerkasten oder Nachhilfelehrerin.

Für den jüngsten Azubi-Tag konnten die beiden zwei Wundschwestern vom Rodday Care Wundzentrum gewinnen, die sehr anschaulich und praxisnah über Verletzungen, Verbände und Versorgung referierten. Die Jugendlichen befühlten diverse Bandagen, schnupperten an Gelen, legten sich gegenseitig Wickel an oder schauten zu, wie schnell ein Material mit Superabsorber ein Glas Wasser richtiggehend leersaugt. Peris Neufer aus dem dritten Ausbildungsjahr zeigte sich von diesem Input sehr angetan. „Es war sehr aufschlussreich und informativ“, lobte sie. Wundschwestern seien einfach die Fachleute auf dem Gebiet. Sie selbst liebäugelt ebenfalls mit dieser Zusatzqualifikation, aber jetzt steht erstmal der Abschluss als Pflegefachkraft an. 

Nachdem sie viel probierte, hat sie hier ihren Traumberuf gefunden: sozial, mit Teamgeist, vielen Kontakten und einem bereichernden Umgang mit alten Menschen, der ihr liegt. „Den ganzen Tag im Büro sitzen, wäre nichts für mich.“

Das ist Musik in den Ohren von Julia Köppe und Christine Schindler, die mit jeder Menge Herzblut, Engagement und Ermutigung für „ihre“ Auszubildenden da sind. Für den Azubi-Tag haben sie große Bleche Kuchen gebacken sowie Pizza geordert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen folgte der Kreativpart, der an die biblischen Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ anknüpfte.  

Zwei Auszubildende gestalten Tontöpfe beim Azubitag der Diakonie Leipziger Land

Mit Serviettentechnik und Acrylfarben verwandelten die Jugendlichen gewöhnliche Tontöpfe in wunderschöne Unikate. Alina aus dem ersten Lehrjahr war vom Azubitag begeistert. „Schön, dass wir hier zusammenkommen und vieles selbst ausprobieren konnten“, sagte sie. Das sei eine gute Abwechslung und mal etwas ganz anderes.

Grafik mit herzförmigem Stethospkop und dem Schriftzug "Lust auf eine gepflegte Ausbildung?"