Weihnachtsbrief

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

kleiner Fackelträger im Winterwald

ist Ihnen schon „besinnlich“ zumute? Hand aufs Herz: Oft will sich die gewünschte „Adventsstimmung“ doch nicht so recht einstellen, weil im vorweihnachtlichen Trubel paradoxerweise einem Ereignis schon das nächste folgt.

Manchmal wollen uns auch die allgemeine Verunsicherung, Veränderungen im Akkord und eine Flut an beängstigenden Nachrichten davon abhalten, entspannt in die Weihnachtstage und zuversichtlich ins neue Jahr zu gehen. Wir alle bekommen den praktisch permanenten Krisenmodus zu spüren und stehen vor großen Herausforderungen.

Aber: Mitten in unsere persönliche, dienstliche und gesellschaftliche Situation hinein will Gott zu uns durch die Jahreslosung für 2026 sprechen: „Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)

Was für eine Nachricht, herausfordernd und hoffnungsfroh zugleich! Der Bibelvers lädt uns zu einem Perspektivwechsel ein: Anstatt im Alten zu verharren, können wir uns auf das ausrichten, was Gott uns Neues schenken möchte. Das Neue wird in diesem Licht zur großen Chance. Was es bedeutet, wenn dringende Reformen ausbleiben, erleben wir z. B. im Blick auf die Pflege(-versicherung) wirklich hautnah.

Lassen Sie uns alte Zöpfe auch mal abschneiden, aus Fehlern lernen, nach dem Fallen wieder aufstehen und Neues wagen – im Vertrauen auf Gott und das Leben, trotz vieler Ängste und Unsicherheiten. Von ihm dürfen wir uns bei allen wechselnden Trends und Anforderungen getragen wissen. Die Bibel sagt, dass sich Gott in Jesus Christus nicht verändert und unser Fels ist – für alle Zeiten, mögen sie noch so turbulent sein. Wenn wir auf diesem festen Fundament stehen, dürfen wir an Gottes starker Hand Schritte wagen und „mit ihm über Mauern springen“ (Psalm 18, 30), „mit einem fröhlichen Dennoch“ unsere Träume verfolgen, Wege erkunden und offen für Neues bleiben. Im Vertrauen darauf, dass Gottes Zuwendung zu uns jeden Morgen neu ist, können wir uns etwas gelassener diesem Leben und einer sich immer schneller drehenden Welt stellen.

Die Jahreslosung stammt aus der Offenbarung – dem letzten Kapitel in der Bibel. Der Vers reiht sich ein in eine Vision von der zukünftigen neuen Welt, die Gott uns verheißt: ohne Leid, Tod und Schmerz. Es heißt hier, dass Gott bei den Menschen wohnen und alle Tränen von ihren Augen abwischen wird. Wir dürfen wissen, dass die Welt, wie wir sie kennen, und ihre Mächtigen nicht das letzte Wort haben werden. Mit der christlichen Perspektive steht uns die Tür zu etwas Größerem und Neuem offen. Die Jahreslosung ist deshalb ein Hoffnungsschimmer, der uns im „Hier und Heute“ Kraft schenken will. Wenn wir Gott Raum geben, kann schon jetzt etwas Neues wachsen – zuallererst in unseren eigenen Herzen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese tröstliche Zusage in das kommende Weihnachtsfest mitnehmen können, dass Sie in dieser Zeit „zwischen den Jahren“ wirklich zur Ruhe kommen und sich auf das besinnen, was uns trägt – um dann mit frischer Zuversicht, Kraft und Gottes Segen in das neue Jahr zu starten. Bleiben Sie und Ihre Familien behütet!

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Harald Bieling, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender