Mehr Platz, kurze Wege und neue Möglichkeiten: Diakonie-Beratungsdienste mit Pflegekabinett jetzt in „Villa 42“

07.11.19

Bei der Diakonie Leipziger Land gab es neulich einen Umzug: Das Kompetenzzentrum Pflege und der Ambulante Hospizdienst haben ihr Domizil jetzt in der Leipziger Straße 42. Das ehemalige Gesundheitsamt, das die Diakonie vom Landkreis übernommen hat, trägt nun den Namen „Villa 42“. Hier haben sie das Dachgeschoss bezogen.

„Das ist eine große Verbesserung und Bereicherung für uns“, freut sich Gudrun Günther, die leitende Hospizkoordinatorin. Schließlich gebe es hier zusätzliche Büros für konzentriertes Arbeiten, Fallbesprechungen und Einzelberatungen sowie eine eigene Küche und einen Schulungsraum. „Jetzt können wir die Kurse für unsere Ehrenamtlichen vor Ort abhalten“, so Gudrun Günther.

Azubi übt lagern am Pflegebett

Gleich nebenan sitzt das Kompetenzzentrum Pflege, wo man ebenfalls sehr zufrieden ist. „Die Räume eröffnen uns neue Möglichkeiten und sind jeden Tag ein Geschenk“, sagt Pflegeberaterin Jacqueline Müller. „Wir haben mehr Platz und kurze Wege für unsere Pflegekurse.“ Dafür wollen sie und ihre Kolleginnen nicht nur den Schulungsraum nutzen, sondern auch das neue Lehrkabinett – ein Zimmer mit Pflegebett und -rollstuhl, Lagerungskissen, Rollator, speziellem Geschirr und anderen Utensilien. „Hier können wir pflegenden Angehörigen zeigen und mit ihnen üben, wie man zum Beispiel ein Laken wechselt, wenn jemand im Bett liegt oder wie man rückenschonend beim Aufsetzen helfen kann“, so Jacqueline Müller.

Auch die Auszubildenden der Diakonie werden das neue Lehrkabinett in der „Villa 42“ nutzen. Erik Schilling, Altenpflege-Azubi im ersten Ausbildungsjahr, übt schon mal mit Fachkraft Janine Mai und der zentralen Praxisanleiterin Corinna Arnold, wie man korrekt lagert. Hier könne man ordentlich trainieren – mit einem „richtigen Menschen“, aber mal ohne Patient und dadurch ganz entspannt, meint er. In der Altenpflege, wo er als Mann eine gewisse Exotenrolle einnimmt, fühlt er sich am richtigen Platz. „Man kann Menschen helfen und kein Tag ist wie der andere“, so sein Fazit nach den ersten Ausbildungswochen.