Gut für Mensch und Hund: PSKB-Besucher engagieren sich im Tierheim

17.12.19

Marion Gems ist Stammgast in der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstelle (PSKB). Fast jeden Tag besucht sie in die Einrichtung der Diakonie Leipziger Land, wo gemeinsam gekocht, gespielt und verreist wird, wo es Anregung, Beratung, Struktur und Geselligkeit gibt. Der Montag ist allerdings ein besonderer Tag, denn dann steht aller 14 Tage „Tierheimgruppe“ auf dem Programm. Gemeinsam mit PSKB-Koordinatorin Madeleine Burisch sowie anderen Besuchern fährt sie dann nach Schkortitz, um Hunde auszuführen.

Drei Frauen führen Tierheim-Hunde aus

Heute bekommt sie Windhund Kandou den sie sicher an der Leine führt. „Als junges Mädchen hatte ich auch einen Hund“, sagt sie und streichelt lächelnd das weiche Fell. So oft es möglich ist, kommt auch Annegret Heller mit, die ihren Hund wegen ihrer vielen Klinikaufenthalte abgeben musste und ihn sehr vermisst. „Hier holt sie sich das erfüllende Gefühl zurück, einen Vierbeiner zu umsorgen“, sagt Madeleine Burisch.

Ihre Klienten haben auch schon Futter, Katzenspielzeug und andere Spenden mitgebracht. Für zwei Stunden kommen sie raus – auch aus ihren Problemen, Gedankenkreiseln und Beeinträchtigungen. Die Bewegung bei Wind und Wetter, die Gemeinschaft, der Kontakt zu Tieren, für die sie da sein können – all das hat einen positiven Effekt auf die Besucher der PSKB, ein Anlaufpunkt für Menschen mit seelischen Schwierigkeiten und Erkrankungen. „Es tut ihnen gut, hier zu sein“, sagt Madeleine Burisch. Und das beruht durchaus auf Gegenseitigkeit. Auch Kandou und die anderen Hunde scheinen die langen Spaziergänge durch den Schkortitzer Wald zu genießen.