Anlaufstelle für Ermutigung, Ausgleich und Annahme: Jugendbüro Pegau kann durch zweite Sozialarbeiterin Öffnungszeiten erweitern

08.06.2021

Das Jugendbüro Groitzsch-Pegau hat Verstärkung bekommen. Nachdem Steffen Meißner zunächst beide Standorte betreut hat, kann er sich nun ganz auf Groitzsch konzentrieren. Seine neue Kollegin Lisa Geppert hat das Büro in Pegau übernommen. Dieses kann dadurch fast täglich öffnen: Derzeit läuft der Betrieb nach der Corona-Zwangspause wieder an. „Ich möchte mit Kindern und Jugendlichen gemeinsam Ferien- und Freizeitangebote entwickeln“, sagt Lisa Geppert und denkt dabei an Ausflüge, Workshops, die beliebte Kochwerkstatt und anderes. „Sie sollen sich hier einbringen können und gleichzeitig Unterstützung für alle Lebenslagen finden, sei es bei Schulproblemen, Liebeskummer oder anderen Sorgen.“

Porträt Geppert

Die frisch gebackene Pädagogin ist vom Engagement der Städte Pegau und Groitzsch für Jugendliche sehr angetan. „Es ist so wichtig, dass junge Menschen Anlaufstellen haben, wo sie ihre Persönlichkeit entdecken können, willkommen sind und ein offenes Ohr finden“, so Lisa Geppert. Das Jugendbüro – eine Einrichtung der Diakonie Leipziger Land – solle für alle zwischen 6 und 27 Jahren ein Ort der Ermutigung und ein Ausgleich zum manchmal tristen Schulalltag sein. Mit seinem offenen Charakter hat das ehemalige Bäckereigeschäft viel Potenzial. Durch die Schaufenster kann man Regale voller Spiele sehen, gemütliche Sitzsäcke, eine Küche und einen großen Tisch in der Mitte für das gemeinsame Basteln, Essen, Spielen und Reden.

Als die Türen zum Jugendbüro verschlossen waren, winkten Lisa Geppert von der Straße regelmäßig Kinder zu, die das Jugendbüro vermissen. „Ich wollte nur mal Hallo sagen und fragen, wann wir wieder basteln können“, rief ihr neulich ein Junge von der Türschwelle zu. Derzeit finden die Angebote im kleinen Kreis oder draußen statt. „Gerade jetzt will ich für die Jugendlichen da sein, damit sie gut durch die schwierige Zeit kommen“, so die 24-Jährige, die mit ihrem offenen Wesen und freundlichen Lächeln Optimismus und Fröhlichkeit ausstrahlt – auch wenn der Berufsstart unter Lockdown-Bedingungen durchaus herausfordernd war.