„Gemeinsam Ideen entwickeln“: Neues Gesicht im Diakonie-Jugendbüro Groitzsch-Pegau

13.03.19

Kinder und Jugendliche mit Schulproblemen, Liebeskummer, Geldsorgen oder zu viel freier Zeit haben eine neue Ansprechpartnerin. Seit kurzem hat im Jugendbüro Groitzsch-Pegau Katrin Ritter die Fäden in der Hand. Die 31-jährige löst damit Jennifer Frischbier ab, die die Büros mit den beiden Standorten in den letzten Jahren aufgebaut und nun in die Schulsozialarbeit nach Zwenkau gewechselt ist.

Katrin Ritter fühlt sich im Jugendbüro am richtigen Ort. „Die Arbeit mit Kindern hat mich einfach gereizt“, erzählt die Sozialpädagogin, die als ehrenamtliche Jugendgruppenleiterin schon früh Erfahrung mit Nachwuchsarbeit gesammelt hat. Nach einigen Jahren im Sozialdienst einer Klinik wollte sie wieder praktischer arbeiten und Menschen längerfristiger begleiten. Bedingt durch Heirat und Umzug suchte sie eine Stelle im Leipziger Südraum und stieß auf die Ausschreibung der Diakonie Leipziger Land, die Träger der Jugendbüros – ein gemeinsames Projekt mit den Städten Pegau und Groitzsch – ist.

„Ich möchte, dass die Kinder weiterhin gern kommen“, sagt Katrin Ritter. Einen Draht zu den jungen Besuchern hat sie ganz schnell gefunden. Als in den Winterferien an manchen Tagen bis zu 17 Kinder zum Keramik bemalen, Bowlen und Basteln kamen, konnte sie die Mädchen und Jungen gut kennen lernen. Sie möchte ihnen nichts fertig vor die Nase setzen, sondern lieber gemeinsam Ideen entwickeln. So kam es etwa zum recht spontanen Basteln von Faschingsdeko für die Räume.

Verstärkt möchte sie nun in Schulen gehen, um ihre Angebote bekannt zu machen und Hemmschwellen abzubauen. Gerade Kinder ab der 5. Klasse, die plötzlich ohne Hort dastehen, sind bei ihr gut aufgehoben. „Oft kommen auch Einzelkinder, die nicht alleine zu Hause sitzen wollen oder ein offenes Ohr brauchen“, so Katrin Ritter, die betont, dass die Angebote kostenfrei sind. Da bisher vor allem Mädchen in den Jugendbüros ein- und ausgehen, plant sie Aktionen, die verstärkt Jungen ansprechen sollen, zum Beispiel Holzarbeiten und Outdoor-Projekte. Auch für Selbstverteidigungskurse sieht sie Bedarf.

Jugendbüro Groitzsch-Pegau