„Betreten der Baustelle nur für Kinder“: „Grünes Tal“ Pegau eröffnete neuen Bauplatz

16.09.2020

Konstantin sieht aus wie ein richtiger Bauarbeiter. Der Junge aus dem Pegauer Kindergarten „Grünes Tal“ trägt Helm, Schutzbrille sowie Warnweste und gräbt mit der Schaufel eine Schneise ins Erdreich. Beim Buddeln stößt er auf ziemlich wertvoll aussehende Steine. „Ich suche noch welche aus Gold“, sagt er. Auch Muscheln und Glas-Nuggets sollen hier zu finden sein. Konstantin siebt Erde und steht dabei stolz auf dem neuen Bauplatz, der jetzt endlich eingeweiht werden konnte.

Kind gräbt im Sand

Möglich wurde das 4.800 Euro teure Projekt durch einen Preis beim Ideenwettbewerb des Sächsischen Mitmach-Fonds. Das „Grüne Tal“ – eine Einrichtung der Diakonie Leipziger Land – hatte hier gleich zwei Projekte eingereicht: Das Team bewarb sich mit einer Wasserstrecke. Parallel dazu entwickelte Elternrätin Christin Stäudte mit Andrea Wieser und der Pusteblumen-Vorschulgruppe die Bauplatz-Idee. „Wir haben die Kinder gefragt, was sie sich wünschen“, sagt sie. Deren Bilder nahmen sie dabei genauer unter die Lupe und es kristallisierte sich heraus, dass die Kleinen von einer großen Fläche träumen, auf der sie Schätze suchen, Materialien entdecken und sich ihre eigenen Welten bauen können.

Die Jury überzeugte das: Aus 828 Projekt-Ideen wählte sie den Bauplatz als einen von 247 Gewinnern aus. Im Kindergarten ist die Freude bei allen groß. „Das war eine Super-Idee“, sagt  die amtierende Leiterin Isabel Zenker im Namen des Teams. Dass dessen Vorschlag leer ausging, ist für sie gar kein Problem: „Die Kinder haben so oder so gewonnen.“ Für das Engagement des Elternrats ist sie sehr dankbar: „Er unterstützt unseren Kindergarten, wo immer er kann.“

Der Dienstleistungsservice Zink, dem der Kindergarten all seine schönen Holzgeräte verdankt, errichtete den Bauplatz. Dann hieß es für die Kinder zunächst geduldig warten, denn erst einmal mussten Regeln aufgestellt werden. Maximal fünf Kinder dürfen hier spielen, raus und rein geht es nur über ein kleines Tor, ein Helm ist Pflicht. Klare Ansage auf einem Schild: „Betreten der Baustelle nur für Kinder!“ Jetzt dürfen sie sie endlich nutzen.