Auftanken für Familien: Mutter-Vater-Kind-Kuren trotz Lockdown möglich / Diakonie hilft beim Antrag

18.01.2021

Familien haben es gerade nicht leicht. Geschlossene Kitas und Schulen, Homeoffice und Homeschooling, Turbulenzen und Unsicherheiten sorgen bei vielen für Stress. „Eine Kur für Mütter oder Väter mit den Kindern hilft hier oftmals“, sagt Silke Polster. „Diese kann auch jetzt während des Lockdowns beantragt oder angetreten werden.“ Die Sozialarbeiterin der Diakonie Leipziger Land vermittelt unter anderem Vorsorge-Kuren und hilft bei der Antragstellung. Bei ihrer Arbeit trifft sie immer wieder Familien, die am Rand ihrer Kräfte sind. „Wenn dann nebenbei noch ein Haus gebaut wird oder ein Angehöriger zu pflegen ist, kann es kritisch werden“, erzählt sie. Einen zweiten Lockdown überstehen wir als Familie nicht – das habe sie mehrfach gehört. Sie hat ein offenes Ohr, berät, vermittelt Hilfen oder Kontakte und empfiehlt oft auch eine Kur. Viele seien aber verunsichert und fragen, ob diese Art von Reisen jetzt überhaupt erlaubt und empfehlenswert sei.

Sozialarbeiterin vor Beratungsstelle

Silke Polster möchte Mütter und Väter ausdrücklich ermutigen, eine Mutter/Vater-Kind-Kur zu beantragen: „Die Kliniken sind weiter geöffnet und die Fahrten dorthin als Teil einer medizinischen Präventionsmaßnahme möglich“, versichert sie. Außerdem hätten sich die Häuser mit Hygienekonzepten, Corona-Testungen und kleineren Gruppen gut auf das Arbeiten unter Pandemie-Bedingungen eingestellt, so Silke Polster. „Eine Kur ist für viele Familien eine gute Möglichkeit zum Auftanken und Aufatmen – jetzt erst recht.