„Einen guten Weg in unruhigen Zeiten finden“: Diakonie lud zur Mitgliederversammlung

29.06.2022

Erst die Corona-Pandemie, jetzt auch noch der Ukraine-Krieg – die diesjährige Mitgliederversammlung der Diakonie Leipziger Land war die dritte, die in höchst unsicheren Zeiten stattfand. „Gewissheiten sind brüchig geworden und das Leben fließt gerade wirklich nicht ruhig und berechenbar dahin“, sagte Superintendent Dr. Jochen Kinder in seiner Andacht zu Beginn. Im dritten Pandemie-Jahr seien viele Beschäftigte ausgelaugt, dazu kämen heikle Themen wie die Impfpflicht, Personalmangel und galoppierende Preise: „Umso dankbarer sind wir für die Umsichtigkeit von Geschäftsführung, Vorstand und Team, die mit viel Herzblut für die da sind, die Hilfe brauchen, und in unruhigen Zeiten einen guten Weg finden.“

Hochgehaltene Karte mit Diakonie-Logo bei Abstimmung zur Mitgliederversammlung

Die betriebswirtschaftliche Lage sei trotz aller Herausforderungen erstaunlich stabil, betonte Geschäftsführer Harald Bieling. „Ganz erheblich dazu beigetragen haben die staatlichen Corona-Förderungen, für die wir sehr dankbar sind.“ Steigende Fahrt- und Personalkosten – die Diakonie bezahlt nach Tarif – sowie Heizkostenabschläge, die sich zum Teil verdreifacht hätten, machten natürlich Sorgen.

Trotz allem gab es auch gute Nachrichten zu verkünden: Der Vorstand berichtete stolz von der Eröffnung neuer Einrichtungen, zu denen zum Beispiel die Wohnungsnotfallhilfe, die Tagesbetreuung Naunhof und die Kindergärten in Pegau sowie Rötha gehören. Positiv außerdem: Zahlreiche Bauprojekte, die noch vor den Preisexplosionen in Angriff genommen werden konnten und die neue Ausrichtung des Groitzscher Altenpflegeheims „Katharina von Bora“, das seine Türen jetzt auch für Schwerkranke geöffnet hat.

In die Zukunft blickt die Diakonie zuversichtlich und hoffnungsvoll, auch wenn die Zeiten schwieriger werden. Neben Fachkompetenz und Engagement setzen Harald Bieling und sein Team eben auch auf Gottvertrauen.

Die Diakonie Leipziger Land ist verantwortlich für über 60 Einrichtungen und Projekte. Sie bietet rund 430 Pflege- sowie mehr als 1.000 Kindergarten-Plätze, Beratungsdienste, Sozialstationen, Selbsthilfegruppen und anderes mehr. Mit rund 950 Beschäftigten zählt der Wohlfahrtsverband zu den größten Arbeitgebern der Region.