Dankbar und zuversichtlich durch schwierige Zeiten: Diakonie lud zur Mitgliederversammlung und zog Bilanz

17.06.2021

Es war nun schon die zweite Mitgliederversammlung, die die Diakonie Leipziger Land unter sehr besonderen Umständen abhielt. „Wer hätte letztes Jahr gedacht, dass wir uns auch 2021 wieder mit Abstand und Maske treffen würden“, sagte Geschäftsführer Harald Bieling zur Begrüßung im Grimmaer Kirchgemeindehaus, wo einer der größten Arbeitgeber der Region eine beeindruckende Bilanz zog.

Mit Stolz und Freude berichtete der Vorstand vom Start der Wohnungsnotfallhilfe, von neuen Kindergärten in Rötha und Pegau, vom Umzug der Sozialstation Muldental-Grimma und von Bauprojekten in vielen Häusern. Die Rückschau auf das Jahr 2020 kam freilich nicht am Thema Corona vorbei: Immer wieder neue Verordnungen, Personalengpässe und vor allem die dramatische Situation in den Altenpflegeheimen sowie die Trauer um verstorbene Bewohnerinnen und Bewohner – all das forderte die Belegschaft bis an die Grenzen. „Wir sind aber auch dankbar für die guten Dinge, die wir in dieser schweren Zeit erleben durften“, berichtete Personalleiterin Antje Landgraf. So hätten Mitarbeitende aus den Kindergärten in schwer betroffenen Heimen ausgeholfen – eine echte Dienstgemeinschaft eben.

Diese ist insgesamt auf über 900 Kolleginnen und Kollegen gewachsen. Dazu kommen 16 Azubis. Novum in diesem Jahr: Zum ersten Mal seit langem sind bereits seit dem Frühjahr alle Plätze für das neue Ausbildungsjahr besetzt. Antje Landgraf führt den Ansturm auch auf die Suche nach Sinn sowie das Pandemie-bedingte Plus an Aufmerksamkeit und Wertschätzung für Pflegeberufe zurück.

„Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch unter schwierigen Umständen für die uns Anvertrauten da waren und mit dazu beigetragen haben, dass wir ein positives Jahresergebnis erzielen konnten“, sagte Harald Bieling. Die betriebswirtschaftliche Lage des gemeinnützigen Trägers sei stabil, die künftige Auslastung der Angebote und Dienste aber coronabedingt unsicherer geworden. Dazu kämen wachsende Eigenanteile zum Beispiel für Beratungsdienste. „Das hat Grenzen und beschäftigt uns“, so der Geschäftsführer, der trotz aller Herausforderungen zuversichtlich ist. „Wie kommen wir wirtschaftlich durch die Pandemie? Wie finden wir geeignete Mitarbeitende? Gemeinsam wollen wir diese Fragen weiter bewegen“, sagte auch Dr. Jochen Kinder, Superintendent und Verwaltungsratsvorsitzender. „Danke, dass sie als Mitglieder die Diakonie mit ihren Beiträgen, ihrem Einsatz und ihrem Gebet weiter begleiten.“