„Märchenhaft schön“: Mitarbeiter im Diakonie-Altenpflegeheim führten für Bewohner „Frau Holle“ auf

03.01.20

Das Foyer des Altenpflegeheims „Hedwig Bergsträßer“ der Diakonie Leipziger Land in Grimma wurde letztens zur Bühne: Im Eingangsbereich standen Kulissen und „backstage“ bereiteten sich die Schauspieler vor. Letztere waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses, die für ihre Bewohner das Märchen „Frau Holle“ aufführten. Die Idee dazu hatte Manuela Pannwitz, Leiterin des Wohnbereichs II. „Vor Jahren haben wir schon mal ein Stück einstudiert“, sagte sie. „Diese Idee wollten wir gern wiederbeleben und zur guten Tradition werden lassen.“ Bei Heimleiterin Antje Huth stieß sie damit auf offene Ohren. „Ich freue mich riesig über die Aufführung und das Engagement meiner Mitarbeiter, die alles selbst gestemmt haben“, so Antje Huth.

Frau Holle mit Gold- und Pechmarie guckt bei Märchenaufführung durchs Fenster

Die Pflegerinnen und Pfleger haben in ihrer Freizeit wochenlang geprobt, Kulissen gebastelt, Kostüme rangeschafft und teilweise selbst genäht sowie in letzter Minute Rollen krankheitsbedingt umbesetzt. Das Ergebnis konnte sich wirklich sehen lassen ließ erahnen, wieviel Arbeit und Liebe dahinterstecken. Frau Holle mit Häubchen und großer Brille schüttelte aus einem Kissen dicke Watte-Schneeflocken. Ein nachgebauter Brunnen, echte Brote mit Ofengabel, ein sprechender Apfelbaum, ein bunter Hahn, die böse Stiefmutter – alles war da. Baraa, ein syrischer Auszubildender, glänzte buchstäblich in der Rolle der Goldmarie mit entsprechender Perücke, genauso wie Leon als Pechmarie mit schwarzem Kopfputz. Sie und die anderen Mitwirkenden verzauberten für eine halbe Stunde das Publikum. Dazu gehörten nicht nur viele Senioren, sondern auch Angehörige und Ehrenamtliche.

Am Ende gab es viel Applaus. „Das war wunderbar, zu goldig“, sagte Bewohnerin Edeltraud Bürger strahlend. Im nächsten Jahr soll es wieder ein Märchen für die Bewohner geben. Dann wird sich ein anderer Wohnbereich um die Aufführung kümmern.