Das große Thema Teilen Pandemie-konform vermitteln: Colditzer Diakonie-Kita und Kirchgemeinden feierten besonderes Martinsfest

15.11.2021

Die Kindertagesstätte „Sankt Martin“ ohne Martinsfest? Das geht gar nicht, dachten sich Kita-Team, katholische und evangelische Kirchgemeinde in Colditz, die gemeinsam seit vielen Jahren immer im November ein großes Beisammensein mit Andacht, Laternenumzug, Liedern und Hörnchen-Teilen ausrichten. Also stellten sie ein Pandemie-gerechtes Martinsfest auf die Beine: Es spielte sich vorwiegend auf dem Gelände der Diakonie-Kita am Furtweg ohne auswärtige Gäste ab und statt des Umzugs durch den Ort drehten die Kinder eine Runde auf dem Sportplatz.

Laternen beim Martinsfest stehen in einer Reihe

Die Geschichte des heiligen Martins von Tours, der im 4. Jahrhundert seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt haben soll und später Bischof wurde, hat die Kinder zwei Wochen lang beschäftigt. Sie hörten Andachten, bastelten Laternen, packten Päckchen für „Weihnachten im Schuhkarton“ und backten Kekse, von denen eine Kiste für das Altenpflegeheim bestimmt ist. Das große Thema Teilen – das macht für Kita-Leiterin Gloria Pröhl das Martinsfest aus.

Um an das Vorbild für die Nächstenliebe und den Namensgeber der Kita zu denken, gab es abschließend ein großes „Lichtermeer zu Martins Ehr“. „Auch wir wollen teilen: Gemeinschaft, Lichter und Hörnchen“, sagte Gemeindepädagogin Anne Fritzsch. Es gab Gedichte, Musik, ein Anspiel und eine gelungene Überraschung: zwei echte Martinsreiterinnen, die die Kinder bei ihrem Umzug begleiteten, was Letztere „sehr cool“ fanden. „Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder richtig in der Stadt feiern können“, so Gloria Pröhl.