Kindsein feiern: Kitas und Schulsozialarbeiter organisierten Höhepunkte

08.06.2022

Wenn schon Kindertag dann richtig. In der Kita „Hand in Hand“ Nerchau stand letztens gleich eine ganze Kindertagswoche im Kalender. „Wir mussten zwei Jahre lang auf so viel verzichten“, erklärt Leiterin Sandra Friedrich. „Das Kindsein wollten wir deshalb nicht nur einmal würdigen, sondern eine ganze Woche lang.“ Also organisierten sie und ihr Team eine Reihe von Höhepunkten. Es gab einen Seifenblasen-, Lieblingsspielzeug-, Fahrzeug-, Sport- und Abschlusstag mit Hüpfburg sowie Kinderschminken. Die Mädchen und Jungen waren sehr begeistert von ihrer besonderen Woche. Auf die Frage, was ihm am besten gefallen hat, antwortet Paul überzeugt: „Alles!“

Zwei Mädchen mit lustig bemalten Gesichtern legen den Arm umeinander und lachen in die Kamera

Attraktion auf dem Schulhof mit „Humor und Herz“: Schulsozialarbeiter mimte zum Kindertag einen Clown

Auf dem Hof der Grimmaer Grundschule „Wilhelm Ostwald“ war zum Kindertag jede Menge los. Die Mädchen und Jungen konnten mit Stelzen laufen, ein Riesen-Vier-Gewinnt-Spiel nutzen oder Seifenblasen machen. Als allerdings ein richtiger Clown auftaucht, werden alle Attraktionen zur Nebensache. Der Spaßvogel zieht die Kinder magisch an, die sofort eine Traube um ihn herum bilden. Trotz Kostüm und Schminke haben sie ihn natürlich erkannt: ihren Schulsozialarbeiter André Engelhardt von der Diakonie Leipziger Land. Man müsse es nur ein wenig überzeichnen und schon könne alles zum Theater werden, sagt er. Und so packt er einfach Alltagsgegenstände aus, mit denen er scheinbar nichts anzufangen weiß: eine Laterne, die er sich auf den Kopf setzt oder einen alten Filzlatsch, über dem er die Nase rümpft und den er anderen anprobiert – die Schülerinnen und Schüler haben viel Spaß mit dem Klamauk von André Engelhardt.

Clown mit Tröte deutet Kussmund an

Dem Schulsozialarbeiter liegt der Kindertag sehr am Herzen: „Es ist der Ehrentag der Kinder und dies sollte auch entsprechend gewürdigt werden, nämlich mit dem, was ihnen besonders Freude macht, mit Klamauk und Rambazamba.“ Andererseits sei dieser Tag eine gute Gelegenheit, daran zu erinnern, dass die Wahrung der Kinderrechte leider viel zu oft keine Selbstverständlichkeit ist. Auch hier in Deutschland erlebten Kinder Dinge, bei denen es einem „nur graue“. „Wir Erwachsenen sollten dies nicht aus dem Blick verlieren und zur Tagesordnung übergehen. Kinder sind keine Maschinen, die funktionieren müssen und sonst den Mund zu halten haben.“

Kakadus auf Rollschuhen und am Reck: Kita „Arche Noah“ Grimma sorgte für schöne Überraschung zum Kindertag

Der Diakonie-Kindergarten „Arche Noah“ hat neulich besondere Gäste begrüßt: Rocco, Jonny, Cäsar und Sultan. Kita-Leiterin Rosemarie Engelmann hatte sie anlässlich des Kindertages eingeladen, um den Mädchen und Jungen eine schöne Überraschung zu bereiten. Die vier Besucher sind Kakadus, die von den Kindern staunend empfangen werden. Sie lachen sich kringelig über deren Hüftumschwünge, Rollschuh-, Roller-, Fahrrad- und Rikscha-Touren sowie allerlei Schabernack. „Kakadus sind die Clowns unter den Papageien und ziemlich schlau“, erklärt der Markkleeberger René Reimann, der in zweiter Generation mit der Show unterwegs ist und damit Freude verbreitet. Er erzählt den Kindern viel über die prächtigen Vögel, die so alt werden können wie Menschen, nur in Einzelhaltung sprechen lernen und eine hübsch anzusehende Haube haben. Ihr Name kommt übrigens aus dem Malaiischen und soll „Kneifzange“ bedeuten. Die Kinder machen mit den eindrucksvollen Schnäbeln der Kakadus allerdings keine schlechten Erfahrungen: Beim Streicheln gehen sie mutig und strahlend auf Tuchfühlung. Die Kindertags-Überraschung ist auf alle Fälle gelungen.

Erwachsene und Kinder streicheln einen zahmen Kakadu

www.kakadushow.de