Schreib- und Leselust wecken: Kinder machen Bücher in Pegau

03.12.2021

Mattis, Marie, Fabian, Mia und die anderen sind kleine Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Ihre Geschichten handeln von Superhelden, die Bösewichte ausspionieren und besiegen, von Eulen, Zwergen und Elfen oder einem Pferd, einem Bären und einem Meerschweinchen namens Specki, die Freunde werden. Aus ihren Ideen machen sie richtige Bücher. Möglich wird das im neuen Projekt „Schreib- und Leselust“ des Jugendbüros der Diakonie Leipziger Land. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Buchkinder Leipzig e. V. treffen sich die Kinder immer dienstags im Buchkinderladen Pegau. „Sie können hier eine alte Handwerkskunst kennenlernen, ihrer Phantasie freien Lauf lassen und viel für ihre Persönlichkeit lernen“, sagt Lisa Geppert vom Jugendbüro. Dazu gehörten zum Beispiel Verantwortung für die Werkzeuge, Teamgeist, Kreativität, Rücksicht, Ausdauer und Selbstständigkeit.

Kinder an Linoleumpresse beim Bücher machen

Nach einer kurzen Einweisung haben die Mädchen und Jungen aus Pegau und Umgebung ganz schnell losgelegt. Sie schreiben Geschichten und kreieren mit Linoldruck die dazugehörigen Bilder. Bis auf das Binden gestalten die Kinder ihr Buch komplett selbst. Spielerisch tauchen sie ein in die Welt der Wörter und arbeiten hochkonzentriert – jeder in seinem Tempo, in einer sehr entspannten Atmosphäre und mit großer Begeisterung. Dabei hat das Handy Sendepause. „Es macht Spaß, ein eigenes Buch zu gestalten“, sagt Mia. Marie mag es besonders, sich Geschichten auszudenken, und findet es „cool“, Bilder in die Linoleumplatten zu ritzen.

Wenn der Sammelband fertig ist, soll er bei Lesungen in Bibliotheken und in Altenpflegeheimen präsentiert werden, sofern Corona es hoffentlich bald wieder zulässt. Die Kinder – wie auch Lisa Geppert – werden jedenfalls sehr stolz sein, wenn sie ihr Werk am Ende in den Händen halten.

Wegen des großen Interesses und der guten Zusammenarbeit möchte Lisa Geppert in Zukunft weitere Projekte mit dem Buchkinderladen anbieten – damit möglichst viel „Schreib- und Leselust“ geweckt wird.