Das „Wieso-weshalb-warum“ eines besonderen Unternehmens: Geistlicher Leiter bietet Beschäftigten Orientierung, Begleitung und Schulung

07.06.22

Was genau hat die Diakonie eigentlich mit der Kirche zu tun? Gibt es heute noch Diakonissen? Wie hat alles angefangen? Wo kommt das Diakonie-Logo her und soll das wirklich ein Geschenk darstellen? Auf diese und viele andere Fragen können neue Beschäftigte der Diakonie Leipziger Land und ihrer Tochtergesellschaften hilfreiche Antworten finden: in den Einführungskursen mit unserem Geistlicher Leiter Tobias Jahn. Seit 2010 hat er etwa 65 dieser Kurse angeboten, die bisher rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen durchlaufen haben.

Erst kürzlich war Michael Grätzsch dabei, Pflegedienstleiter in unserem Altenpflegeheim „Katharina von Bora“ Groitzsch. Das „Wieso-weshalb-warum der Diakonie“ interessiere ihn. Tobias Jahn möchte die Kolleginnen und Kollegen sprachfähig machen – damit sie nicht ins Stottern kommen, wenn sie nach ihrem Arbeitgeber gefragt werden oder wenn ein Pflegeheimbewohner ein Tischgebet, das Vaterunser und die Herrnhuter Losungen wünscht. „Wir wollen sie damit außerdem begrüßen und ihnen einen besonderen Tag schenken“, erläutert Tobias Jahn.

2 Menschen knien auf dem Boden und puzzlen ein großes Kronenkreuz

Beim Kurs geraten manche immer wieder ins Staunen über bisher oft unbekannte Fakten und enorme Zahlen: 500.000 Beschäftigte arbeiten bei der Diakonie in Deutschland und im Leipziger Land insgesamt ca. 950. Letztere verteilen sich auf rund 60 Einrichtungen und Projekte. Deren Flyer ergeben auf dem Boden ein beeindruckendes Gesamtbild, das über einem großen Kronenkreuz wächst, welches vorher aus Puzzleteilen zusammengefügt wurde.

Gemeinsam mit Tobias Jahn geht es außerdem auf eine Reise zurück zu den Wurzeln der Diakonie, die bekanntlich nicht zu verstehen sind ohne einschlägige Bibeltexte und Gleichnisse vom barmherzigen Samariter oder verlorenen Sohn – berührende Geschichten von Vergebung, aktiver Nächstenliebe und zweiten Chancen, die trotz ihres Alters erstaunlich aktuell und alltagstauglich sind. Über Biografien von Wichern und von Bodelschwing sowie das Beispiel der „Schwester Else“, die von der Krankenpflege über die Ehe- und Drogenberatung bis hin zur Sozialarbeit alles gemacht hat, schlägt er den Bogen zur Gegenwart mit ihren Trends zu Säkularisierung, Professionalisierung und Spezialisierung in der sozialen Arbeit.

Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommt der Kurs sehr gut an. „Es war interessant und manches Neue hat mich überrascht“, sagt zum Beispiel Katja Linder, die seit September 2021 in der Tagesbetreuung Borna arbeitet. „Schön, dass wir so eine große Gemeinschaft sind.“ Sie und die anderen Kursteilnehmer können nun gut vorbereitet in die Fußstapfen von Schwester Else treten …

Weitere Angebote und Kurse des Geistlichen Leiters

Diakonie-Flyer liegen im Kreis um eine Kerze