Aktion „Wärmewinter“ hilft bei steigenden Energiekosten: Diakonie vergibt auf Antrag Zuschüsse für Geringverdiener

20.01.2023

Wer wegen seiner Heiz- oder Stromabrechnung in Nöten ist, für den gibt es Unterstützung bei der Diakonie Leipziger Land. Familien, Ältere, Selbstständige und andere Menschen mit kleinem Portemonnaie können hier ab sofort einen Zuschuss beantragen. Voraussetzung: Das Budget liegt unterhalb einer bestimmten Grenze und die Notlage wurde nachweislich durch die Energiekrise verursacht. Wer die Hilfen beantragt, muss also zum Beispiel die aktuelle Betriebskostenabrechnung sowie Einkommensnachweise vorlegen.

Logo Aktion Wärmewinter Schal mit Herz

„Der Zuschuss wird nicht auf das Wohngeld, die Grundsicherung oder andere Leistungen angerechnet“, sagt Kristina Jene, die von Grimma aus die Hilfen für den gesamten Landkreis koordiniert, Anträge entgegennimmt und beim Ausfüllen der Formulare unterstützt – neben ihrer eigentlichen Arbeit als Schuldnerberaterin, bei der immer mehr Menschen vorsprechen, die wegen der Energiekrise in ernsthafte Probleme geraten. Für diese handelt sie dann oft hartnäckig Ratenzahlungen mit Gas- und Stromfirmen oder Anbieterwechsel aus. „Die nun zusätzlich bereitgestellten finanziellen Hilfen sollen Notlagen abmildern und die Lücke überbrücken, bis die Preisbremsen greifen“, erklärt Kristina Jene. Ein Rechtsanspruch auf die Unterstützung bestehe allerdings nicht.

Kontakt für den gesamten Landkreis: Diakonie Leipziger Land, Kristina Jene (Kontakt über Soziale Schuldner- & Insolvenzberatung Grimma), offener Sprechtag: Dienstag 9-12 Uhr, nach Vereinbarung auch in Borna und Wurzen.

Download: Antragsformular Zuschuss Wärmewinter

Das Programm gehört zur Aktion #wärmewinter, bei der Diakonie und Kirche bundesweit Menschen in Not Hilfe bieten, im Landkreis bisher auch mit „Tischlein deckt sich“. Finanziert wird #wärmewinter durch Kirchensteuermittel, die der Landeskirche aufgrund der zu versteuernden Energiepreispauschale zusätzlich zugeflossen waren.