Weil Kinder „Gegenwart und Zukunft“ sind: Diakonie baut neue Kita in Rötha

15.02.19

Das Angebot an Diakonie-Kindertagesstätten in der Region wächst. Zu den bisherigen 11 kommt bald Nummer 12 dazu: Die Diakonie Leipziger Land wird in Rötha eine neue Kita bauen und deren Trägerschaft übernehmen.

Diakonie-Kindergärten gibt es bislang vor allem im Muldental. „Schön, dass wir demnächst auch im Neuseenland eine evangelische Einrichtung anbieten“, sagt Diakonie-Geschäftsführer Harald Bieling. Bürgermeister Stephan Eichhorn, in dessen Stadt es bisher ausschließlich kommunale Kitas gibt, freut sich ebenfalls über die neue Kita und dessen Träger. „Wir schaffen damit zumindest den Beginn für Angebotsvielfalt“, sagt er, „die Gespräche mit der Diakonie waren von Anfang an sehr konstruktiv und deren pädagogisches Konzept überzeugend“.

Die Diakonie wird die Einrichtung für die Kommune planen, bauen und betreiben. Die Stadt wird die Baukosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro tragen und Eigentümer des Kindergartens sein. „Aus ihrer Erfahrung weiß die Diakonie am besten, worauf es dabei ankommt und baut sich die Kita quasi selbst“, sagt Stephan Eichhorn.

Wenn Fachbereichsleiter Stefan Winkelmann über den Grundrissen sitzt, ist er schon jetzt begeistert von dem Kindergarten, der gut durchdacht aus einem Guss neu entstehen wird. Gemeinsam werde man „ein tolles Kita-Erlebnis“ entwickeln. „Es heißt oft, dass Kinder die Zukunft sind und das stimmt ja auch“, sagt er, „es soll ihnen aber schon in der Gegenwart gut gehen und daran arbeiten wir mit ganzer Kraft“.

Geplant ist ein ebenerdiges Gebäude mit bodentiefen Fenstern sowie helle, schallgedämmte Räume. „Alles soll offen und weitläufig sein“, sagt der Fachbereichsleiter. Auch auf den Standort in der Straße der Jugend habe man sich inzwischen geeinigt. Laut Stefan Winkelmann sei dies ein guter Platz mit gewachsenem Baumbestand, mitten in der Stadt und in der Nähe von Grundschule, Bibliothek, Heimatmuseum, Mehrgenerationenhaus sowie anderen Kindergärten gelegen.

Geplant sind 69 Plätze, davon 3 für Kinder mit Behinderung. Die Diakonie wird hier ihr bewährtes religionspädagogisches Profil mit Tischliedern, Morgenkreisen, Feiern der Feste des Kirchenjahres u.a. leben. Wichtig ist dem Fachbereichsleiter dabei die gute Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde, zum Beispiel beim Thema Musik. Weiterer Schwerpunkt soll der Bereich Natur sein.

Noch in diesem Jahr möchte die Diakonie anfangen zu bauen, Ende 2020 soll alles fertig sein. Weil aber bereits jetzt dringend neue Kindergartenplätze gebraucht werden, sucht die Diakonie nach einer Übergangslösung. „Ich bin sehr froh, dass die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen und wir darauf bauen können, unseren Bedarf an Plätzen in absehbarer Zeit decken zu können“, so Stephan Eichhorn.