Altenpflegeheim
Eine Muschel für jeden Helfer
Colditz (rose). Gestern war im Altenpflegeheim "Wenceslaus Linck" wieder einmal Zeit, danke zu sagen. Heimleiterin Christina Schindler hatte zum inzwischen schon traditionellen Neujahrsempfang, der immer um die Zeit des Geburtstags des Reformators stattfindet, geladen. "Ich weiß selbst nicht, seit wie vielen Jahren es den Empfang schon gibt, da ich selbst erst drei Jahre hier Leiterin bin. Auf jeden Fall ist es eine gute Sache, einmal im Jahr den Helfern zu danken", sagte sie.
Und das sind viele. "Da ist ja heute nicht einmal die Hälfte hier anwesend. Es geht vom Pflegepersonal über den Hausmeister bis hin zu den Ehrenamtlichen, die das kulturelle Angebot des Pflegeheims bereichern und ihre Zeit dafür aufbringen. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie unsere Bewohner die Angebote annehmen und darin aufblühen", sagte sie.
Die drei Pfarrer, die das Jahr über die Andachten im Pflegeheim halten, waren auch eingeladen. Gestern aber hielt Pfarrerin Anne Straßberger aus Großbothen die Andacht. "Ich habe schon gemerkt, dass die Andachten hier eine gute Sache sind und komme deshalb immer wieder her." Mitgebracht hatte sie diesmal einen Korb voller Muscheln. Jeder der Anwesenden durfte sich eine als Souvenir mit nach Hause nehmen, nachdem die Pfarrerin über die Bedeutung des Pilgerns und des Jakobsweges gesprochen hatte.
Gesungen wurde natürlich auch. Die Mischung reichte von Weihnachtsliedern bis zu ostafrikanischem Musikgut, das zum Teil sogar in der Landessprache Kisuaheli vorgetragen wurde. Besonders hervor stach dabei die Stimme des Leiters der Colditzer Liedertafel. "Wir kommen dreimal jährlich hierher ins Pflegeheim und singen mit den Bewohnern", so Peter A. Bräuer, während er auf dem Weg zum Buffet war. Denn das Team um Christina Schindler dankte nicht nur mit einer Andacht für das vergangene Jahr, sondern sogar mit Sekt und belegten Brötchen.


