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Diakonisches Werk im Kirchenbezirk Leipziger Land e.V.
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Den Hilfebedürftigen zur Hand gehen...

... dieser Aufgabe stellen wir uns als Diakonie

Leipziger Land.

Siri und Johanna bemalen Kürbisse in der Groitzscher Diakonie-Beratungsstelle. Siri und Johanna bemalen Kürbisse in der Groitzscher Diakonie-Beratungsstelle.
Statt der zwischenmenschlichen und Leistungsprobleme, für die hier sonst nach Lösungen gesucht wird, stand gestern das Spätsommerfest im Vordergrund.
Foto: Roger Dietze

E-Paper Ausgabe der Leipziger Volkszeitung
16.08.2011


Jubiläumsfeier in Wohlfühlatmosphäre



Groitzscher Diakonie-Beratungsstelle ist vor einem Jahr aus der Innenstadt an den Stadtrand umgezogen



Groitzsch. Die Diakonie Leipziger Land feierte vorgestern in Groitzsch Einjähriges für ihr Angebot im neuen Domizil. Vor zwölf Monaten zog die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom Zentrum der Stadt in der Bornaer Straße an die Peripherie in den Pappelhain. Auf die Frequentierung der Einrichtung hatte der Umzug indes keine negativen Auswirkungen.
Auf dem Pool schwammen kleine Styrodurboote, auf den Tischen warteten Kürbisse darauf, mit lustigen Gesichtern bemalt zu werden. Dazwischen wuselten Kinder herum, die sich an verschiedenen Spielgeräten ausprobierten. Es herrschte eine fröhliche Stimmung im Groitzscher Pappelhain 12, in den die Diakonie am Mittwochnachmittag zu einem Spätsommerfest anlässlich ihres "ersten Geburtstags" an diesem Ort eingeladen hatte. Eine Einladung, die auch Alexandra Witte nutzte, um sich über die Einrichtung zu informieren. "Ich hatte bislang keine Ahnung, welche Leistungen in dem Gebäude angeboten werden, und war einfach nur neugierig", so die 28-jährige Groitzscherin. "Jetzt, wo ich informiert bin, habe ich ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich mir ganz in der Nähe Hilfe bei Problemen holen kann. Auch wenn ich hoffe, diese niemals in Anspruch nehmen zu müssen."
Diese Hoffnung indes erfüllt sich nicht für alle. Mit 190 Fällen haben sich die vier Diakonie-Mitarbeiterinnen - eine Erziehungsberaterin, eine Familientherapeutin, eine Psychologin und eine Sekretärin - in diesem Jahr bereits beschäftigt und damit mit so vielen wie im gesamten Vorjahr. Wobei diese Fälle laut Psychologin Bettina Monse ganz unterschiedlich gelagert sind. "Während manche unserer Klienten im Vier- oder Fünf-Wochen-Rhythmus bei uns erscheinen, tun es andere einmal pro Woche." So unterschiedlich wie die Intensität der Inanspruchnahme der Beratung sei auch die Problemlage der Klienten. "Mehrheitlich drehen sich die Fälle um Eltern-Kind-Beziehungen, um Schulleistungen sowie um Partnerschaftsprobleme. Daneben stehen wir aber auch Menschen in der Trauerzeit und bei anderen zwischenmenschlichen Problemen zu Seite", so Monse. Und dies nicht zwingend nach Vorlage eines Überweisungsscheines. "Wer ein Problem hat, kann jederzeit ohne die vorherige Konsultation eines Arztes zu uns kommen", sagte die angehende Familientherapeutin. Dabei zielen die ersten Schritte im Umgang mit den Klienten darauf, bei diesen zunächst erst einmal ein Bewusstsein für ihre Situation herzustellen, fügte sie hinzu.
Um dies zu erreichen, können die Groitzscher Mitarbeiterinnen auf einen langjährigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Bereits ein Jahr nach der Wiedervereinigung hatte die Stadt eine psychologische Beratungsstelle eingerichtet, die drei Jahre später in die Trägerschaft der Diakonie gewechselt war. Mit dem Umzug in den Pappelhain haben sich die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen wie für die Klienten noch einmal verbessert. "Die hellen und freundlichen Räume tragen zweifellos zu einer Wohlfühlatmosphäre bei", sagte Bettina Monse. Nach den ersten zwölf Monaten ist sie sicher, dass die Randlage kein Problem darstellt. "Die Mütter in Groitzsch sind sehr rührig und nehmen auch den etwas längeren Anfahrtsweg in Kauf." Roger Dietze
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