Beisammensein mit Gästen: Zum Tag der offenen Tür im Macherner "Weidenkörbchen" wurde auch gesungen.Foto: Monika Alexandrow
E-Paper Ausgabe der Leipziger Volkszeitung
05.10.2011
Bürgermeister: Macherner Finanzlage lässt Anbau derzeit nicht zu
Machern (ma). In der Macherner Krippe "Weidenkörbchen" ist es bereits Ritual, kurz vorm Erntedankfest einen Tag der offenen Tür anzubieten. "Der Tag richtet sich an werdende Eltern, aber auch an Omas und Opas, die gern mal hereinschauen möchten", erklärt die Leiterin der Einrichtung Isabel Praprotnick. Die Krippe bietet im Moment noch einen freien Platz und ist sonst gut ausgelastet. Das jüngste Kind ist acht Monate. Die Leiterin bedauert es, dass sie ihre Knirpse manchmal schon vor dem dritten Lebensjahr an den Kindergarten abgibt. Aber durch die Schulanfänger wird eben im September Platz in der staatlichen Einrichtung. Zahlreiche Eltern wünschen sich auch einen Kindergartenanbau. Bürgermeister Frank Lange (CDU) bekam diesen Wunsch am Freitag auch mehrfach zu hören. Doch in der Finanzlage sei das im Moment nicht machbar, immerhin gehe es um eine stolze halbe Million Euro. Es gäbe auch keine Förderprogramme, die dieses Ansinnen unterstützen würden. Lange kann im Moment keine zufriedenstellende Lösung bieten für 20 Plätze, die im Augenblick als Bedarf in der Gemeinde angezeigt sind.
Zum Tag der offenen Tür kam auch Sarah Niebergall mit einem besonderen Anliegen in die Krippe. Die Förderschülerin möchte nächstes Frühjahr ihr Praktikum in der Einrichtung machen. Die Leiterin steht dem Ansinnen sehr offen gegenüber und hofft auf Zustimmung des Trägers, der Diakonie.
Viele Gäste kamen, um sich auf das Erntedankfest mit einer kleinen Andacht von Pfarrerin Barbara Lötzsch einzustimmen. Auch das Programm der Knirpse drehte sich um den Herbst. Da wurde der Apfel besungen, den die Kleinen erstmals im eigenen Garten ernteten und nun als leckeren Kuchen kosten dürfen. Im Garten nahmen dann auch Eltern auf Decken Platz und schwatzten. Einige Knirpse zog es zum Basteln, andere lockte das große Macherner Feuerwehrauto. Ein gelungener Nachmittag bei herrlichem Sonnenschein klang mit Bratwurst vom Grill aus.
Vom Brand gezeichnet: Das Mehrfamilienhaus auf der Brandiser Jahnhöhe.
